Montag, 23. Mai 2011

Das Glück

Man fragt sich, was ist das Glück und wo hält es sich auf. Mal ist es da, das Glück und manchmal so unendlich weit entfernt. Ein Muster scheint da meist schwer erkennbar.

Vielleicht sollte man auch einfach nicht fragen, sondern es einfach so nehmen, wie es kommt. 




Manchmal liegt das Glück, das Kleine und das Große in einem sonnigen Feierabend. 

In der Erkundung einer noch unbekannten Altstadt. 

Dem Erklimmen eines steilen Hügels, um am Fuße eines Doms in der Sonne zu sitzen. Zu gucken, Musik zu hören, zu genießen. 

Und darin mit einem schnellen Auto durch die Landschaft zu Brausen, mit heruntergelassenen Fenstern und ganz laut aufgedrehtem Radio mit der Live-Version von Dylan's "Knockin' on Heaven's Door"
  






Montag, 9. Mai 2011

Autos

Das gibt es nicht, das GIBT ES EINFACH NICHT *durchdiezähnered*

März
Ich möchte einkaufen gehen. Mein Citroen C1 reagiert nicht auf die Fernbedienung. Nach manuellem Aufschließen lässt er sich leider aucch nicht starten. Muss abgeschleppt werden. Werkstatt stellt fest dass Bremslichtschalter Kurzschluss in der Batterie verursacht hat. Tiefentladene Batterie

April
Ich möchte morgens zur Arbeit fahren, es ist die zweite Woche in meiner neuen Arbeitsstelle. Das Auto reagiert nicht auf die Fernbedienung. Julia hüpft wie das Rumpelstilzchen auf der Straße auf und ab. Abschlepper muss kommen, der schafft es allerdings mit so einem komischen Gerät, dass meine Batterie wieder Mucker von sich gibt. Soll aber dennoch lieber in die Werkstatt fahren. 2 Tage Leihwagen. Ergebnis: Halterung des Bremslichtschalters defekt (whatever...?!). Fehler nun hoffentlich endgültig behoben!

Mai
Habe nun ein Geschäftsauto erhalten (Mercedes C-Klasse), da ich auf Rundreise durch alle Werke geschikt werde. Ich möchte morgens zur Arbeit fahren. Der Mercedes reagiert nicht auf die Fernbedienung. Da das so ein neumodisches Gelump ist komme ich mit dem "Schlüssel" noch nicht mal INS Auto um aus dem Handschuhfach die Versicherungsunterlagen zu holen. Warte auf Rückruf der Chefsekretärin die mir sagen soll, was ich nun tun soll.

UNd jetzt frage ich auch: LIEGT ES AN MIR! *heul*

Dienstag, 29. März 2011

Still






Wieviele Jahre ist es jetzt schon her? Und doch, gibt es immer wieder diese Nächte,
in denen ich Träume träume, in denen du ganz klar und selbstverständlich
vorkommst. In denen alles so wie früher ist. 
Die Morgen danach beherbergen stets ein schales Gefühl. Der Schmerz kommt
immer wieder zurück, ganz frisch. Und dann denk ich immer, hätte ich es doch
anders getan. Wäre es doch nicht so verlaufen. Aber nichts, es wird sich nicht
ändern. Ich bleibe sprach- und hilflos.

Deine Freundschaft bleibt immer ein Teil von mir.
Dein Verlust auch - ein schmerzhafter...



Jupiter Jones - Still 

Donnerstag, 10. März 2011

Das ganze Leben ist ein Netzwerk

Ich bekomme gerade tierischen Brechreiz. Eine Kommilitonin meldet sich über Skype bei mir. Sie legt gleich los:

"Hallo, wie geht's, was machst du? Wo finde ich den das Formular für XY und wie lange habe ich Zeit um dieses und jenes anzumelden und abzugeben?"

Ohne Luft zu holen, quasi in einem Satz. Ich habe von ihr seit einigen Monaten nichts gehört, da man sich aufgrund der Abschlussarbeit (oder in ihrem Fall Auslandsaufenthalten und anderen Vergnügungen) in der Weltgeschichte verteilt hat.

Da kommt einem doch die Galle hoch. Wenn Menschen sich nur melden, wenn sie etwas brauchen. Kurz vortäuschen, man sei wirklich an dem Menschen interessiert und dann gleich sein Anliegen nachschieben. Mann, war ich angesäuert und hab ihr das auch gleich demonstriert ("Ich bin nicht die Auskunft") weil das nun wirklich nicht das erste Vorkommnis dieser Art war. Aber das hat sie nicht mal kapiert! 

Ich glaube wirklich langsam, einige Menschen denken, das Leben sei ein Selbstbedienungsladen. Die rennen durchs Leben und sind zu jedem freundlich - der ihnen irgendwie nützlich sein könnte. Derjenige, der Empfänger dieser Freundlichkeit wird, na der fühlt sich dann erstmal geehrt und lässt sich auch anfangs darauf ein, der betreffenden Person zu helfen.

Oh, na klar darfst du meine Aufschriebe kopieren. 
Ja, ich erklär dir dieses Thema für die Klausur noch mal. 
Dieses Formular musst du so und so ausfüllen. 
Klar kann ich dir den Kontakt zu dem Typen aus der Firma herstellen, weil du mal wieder so spät dran bist mit der Bewerbung für die Praxissemesterstelle. 
Du kommst gerade aus Timbuktu wieder, hast hier dein WG-Zimmer gekündigt und weißt nicht wohin? Kein Problem, penn erstmal bei mir. 

Wahrscheinlich wird es dem dummen Schaf irgendwann mal auffallen, dass es sich hier gar nicht um eine Freundschaft handelt, sondern dass das Gegenüber einfach nur wahnsinnig gut im Netzwerken ist. Die Masche Beziehungen zu knüpfen ist demjenigen quasi ins Blut übergegangen und es gibt so gut wie kein Problem, für das er nicht jemanden kennt. Ein bisschen ist das dann sogar wie eine Freundschaft. Freunde helfen sich ja auch.
Der Unterschied ist bloß: Derjenige ist nicht loyal. Hat er ein Problem, bei dem du ihm nicht weiterhelfen kannst, wird schamlos jemand anderes angewanzt (Wobei, ist ja auch mal ganz schön, wenn der Kelch an einem vorüber geht).
Auch mit der Gegenhilfe ist es nicht besonders weit her. Oh neee, der andere ist wahnsinnig beschäftigt. Außerdem hat er ja selber von nix 'nen Plan. Da muss man wohl jemanden anderen fragen. Sorry, aber ein anderes mal gerne! Ja klar!
Der allergrößte Unterschied zu einem Freund wird jedoch offenbar, wenn man sich (durch Arbeit, Verein oder Studium) nicht mehr täglich sieht. Dann ist der Netzwerker nämlich wie vom Erdboden verschluckt. Man sieht und hört nichts von ihm außer dem Statusmeldungen auf Facebook. Es ist, als ob man sich nie gekannt hätte. Bis der Netzwerker mal wieder ein Problem oder eine Frage hat, mit dem er einen behelligen kann.

Das Schlimmste an Netzwerkern ist, dass sie so viele Ansprechpartner haben, dass es gar nicht schlimm ist, wenn sie mal durchschaut werden. So flitzen sie freundlich, interessant, vielbeschäftigt, unverbindlich - und vor allem immer irgendwie ahnungslos durchs Leben - und kommen trotzdem immer irgendwie durch.

Verdammt, ich glaube, ich mach was falsch!

Mittwoch, 9. März 2011

Zeit

Eigentlich habe ich gerade ziemlich viel Zeit. Meine Abschlussarbeit ist abgeben. Ich habe also momentan viel Raum, all die Dinge zu tun, die ich immer schon mal machen wollte - Eigentlich!

Zeit ist so ein verdammt dehnbarer Begriff. Außerdem ist Zeit eine kleine Schlampe. Irgendwie hat man nie genug davon. Und wenn, dann kommt irgendwas dazwischen. Das Auto ist kaputt. Das Wetter ist doof. Oder man ist viel zu erschöpft vom Pläne schmieden und nichts tun, als dass man wirklich zu irgendetwas käme.
So wächst die Liste mit den Dingen, die ich tun will immer stärker an, wohingegen ich die Dinge, die ich wirklich abhaken kann an einer Hand abzählen kann.



Die Liste: 
  • Alle Krankenkassen vergleichen, die beste heraussuchen und sich dort anmelden (Ich weiß nicht, ob ich die Beste gefunden habe, aber die Anmeldung ist abgeschickt. All dieser Leistungs- und Beitragskram hat mein Gehirn geröstet, so dass ich irgendwann zu kaum einer Entscheidung mehr fähig war
  • Zu einer Bank ohne Kontoführungsgebühren wechsen (musste ich leider bis zu meinem Umzug verschieben - Gott sei Dank
  • Endlich mal alle MP3s auf dem Computer sortieren und gescheit benennen 
  • Sport treiben (Ich habe einen Swingstick und eine Gymnastikmatte gekauft - wir nähern uns dem Ziel
  • Das Auto putzen 
  • Die Fenster putzen 
  • Einen Städtekurztrip machen (Hätte ich allein tun müssen und zu teuer ist es auch :(
  • Einfach mal öfters raus in die Natur (Das Wetter?! %-/
  • All den ganzen Quatsch bei Ebay verkaufen, den man nicht mehr braucht 
  • Die CDs alphabetisch sortieren
  • Den Roman fertig schreiben, den man vor Jahren angefangen hat und der nun rumliegt, weil man keine Zeit dazu hat 
  • Oma anrufen 
  • Den Schal vom letzten Herbst endlich zu Ende stricken 
  • Einfach mal auf dem Sofa liegen und in aller Ruhe ein gutes Buch lesen 
  • Die Steuererklärung machen 
  • Sich die Parteiprogramme aller Parteien zur kommenden Landtagswahl eingehend zu Gemüte führen 
Ich hätte soviele tolle und wichtige Dinge zu tun. Stattdessen sitze ich hier auf dem Sofa und starre ständig auf diesen Laptopbildschirm. It's a shame.

Peter Lustig würde jetzt sagen: Abschalten! 

Na gut :)